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Meine Arbeitsweise

Diese ausführliche Beschreibung meiner Vorgehensweise bei der Übersetzung müssen Sie nur lesen, wenn Sie sich fragen, warum gute Übersetzungen so teuer sind und so lange dauern. Kurz zusammengefasst: Weil hinter einem hervorragenden Zieltext viel mehr Arbeit steckt, als auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Rohübersetzung (ca. 60 Prozent des gesamten Zeitaufwands für eine Übersetzung)

Als erstes lese ich die Kundenanweisungen und den Ausgangstext (sofern Textmenge und -format dies zulassen). Erst dann beginne ich mit der Übersetzung in SDL Trados Studio. Dabei recherchiere ich Terminologie laufend in der Terminologiedatenbank des Kunden bzw. meiner eigenen und konsultiere mitgeliefertes sowie selbst gesammeltes Referenzmaterial. Außerdem konsultiere ich gegebenenfalls vom Kunden bereitgestellte oder von mir selbst erstellte Styleguides.

Die gründliche Online- und Offlinerecherche von Terminologie in der Zielsprache, aber auch von übersetzungsrelevanten Hintergrundinformationen in der Ausgangs- ebenso wie in der Zielsprache, erfordert in diesem Arbeitsschritt viel Zeit. Bei Bedarf berate ich mich mit Kollegen, Muttersprachlern und Fachleuten, soweit dies möglich ist, ohne meine Verschwiegenheitspflicht zu verletzen.

Während der Arbeit markiere ich Textpassagen, bei denen ich unsicher bin bzw. bei denen noch weiterer Verbesserungs- oder Recherchebedarf besteht. Sobald die Rohübersetzung abgeschlossen ist, überarbeite ich diese besonders schwierigen Passagen getrennt und suche nach zufriedenstellenden Lösungen für die jeweiligen Probleme. Sind anschließend trotzdem noch Fragen offen, setze ich mich mit dem Kunden in Verbindung.

Zweisprachige Kontrolle und Überarbeitung (ca. 20 Prozent des gesamten Zeitaufwands für eine Übersetzung)

Mit diesem Schritt beginnt der Überarbeitungsvorgang. Dabei lese ich Ausgangs- und Zieltext parallel Satz für Satz. So kontrolliere ich, dass die Übersetzung den Inhalt des Ausgangstexts korrekt und vollständig wiedergibt und eine einheitliche Terminologie verwendet wird.

Layout (ca. 2 Prozent des gesamten Zeitaufwands für eine Übersetzung)

In diesem Arbeitsschritt korrigiere ich bei Bedarf Format und Layout der Übersetzung und führe eine Rechtschreibprüfung durch. Anschließend drucke ich den Text aus. Ist dies nicht möglich (beispielsweise weil es sich um eine komplexe XLS-Tabelle, Softwarestrings, XML-Formate oder dergleichen handelt), wähle ich am Bildschirm eine Darstellung, die mir ein möglichst natürliches Leseerlebnis bietet.

Einsprachiges Lektorat (ca. 18 Prozent des gesamten Zeitaufwands für eine Übersetzung)

In diesem Arbeitsschritt lese ich den fertigen Text ausgedruckt oder in einem möglichst deutlich lesbaren Format am Bildschirm. Dabei versuche ich, mich in die Lage des Lesers der endgültigen Übersetzung zu versetzen. In dieser Phase geht es mir darum zu prüfen, ob sich der Text angenehm und flüssig liest. Gleichzeitig nutze ich die Gelegenheit, weniger gelungene Formulierungen eleganter zu gestalten, Wortwiederholungen auszumerzen und noch den einen oder anderen Tipp- oder Formatierungsfehler zu beheben.

Wenn möglich, versuche ich die drei Schritte Rohübersetzung, zweisprachige Kontrolle und einsprachiges Lektorat zeitlich so zu planen, dass zumindest eine Nacht dazwischen liegt. Eine solche lange Pause gewährleistet, dass ich mich dem Text jedes Mal frisch und unverbraucht aus einer gewissen Distanz nähere.

Ich arbeite mit drei großen Bildschirmen. In der Rohübersetzungsphase kann ich so die Übersetzungsumgebung von SDL Trados Studio auf einem Bildschirm anzeigen, während die anderen beiden Monitore variabel für Referenzmaterial, Internet-Suchoberflächen oder zur Anzeige des Ausgangsdokuments bzw. einer Vorschau des Zieldokuments genutzt werden können. In der Überarbeitungsphase kann ich Ausgangs- und Zieldokument nebeneinander anzeigen und so das Layout der beiden Dokumente ideal vergleichen.

Als abschließende Qualitätsprüfung, bevor ich meine Übersetzung an den Kunden übermittle, arbeite ich eine Checkliste ab, die u. a. die folgenden Punkte enthält: neuerliches Lesen der Kundenanweisungen, um sicherzustellen, dass sie eingehalten wurden, Beseitigung im Dokument eventuell noch vorhandener Markierungen, Kontrolle der Nummerierung von Seiten, Überschriften, Fußnoten, Tabellen usw., Prüfung, ob alle Textboxen, Grafiken, Hyperlinks usw. übersetzt wurden, Aktualisierung des Inhaltsverzeichnisses usw. (selbstverständlich sind nicht alle Checklistenpunkte relevant für jedes Dokument).

Feedback von Kunden ist immer willkommen, da ich mich dadurch fachlich weiterentwickeln und immer besser an die Kundenanforderungen anpassen kann. Vom Kunden übermittelte textspezifische Korrekturwünsche trage ich in mein Translation Memory und meine Terminologiedatenbank ein. Allgemeine Bemerkungen und Wünsche werden, komplett mit Quelle und Datum, zur künftigen Beachtung auf einem Kundenblatt notiert.